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ALLTAGS-PLAUDEREIEN/ WAS UNS DERZEIT UMTREIBT

for absolute beginners ...

Na, dann schaun­mermal, ob Pik­to­gramme, Fotos und Vi­deos auch gut wirken, vor­aus­ge­setzt natürlich, sie funk­tio­nieren.

Be­ginnen wir mit ganz klein, mit einem Fa­vicon. Laut Wi­ki­pedia han­delt es sich um die Abkürzung für ein fa­vou­rite icon. Um Le­sen­leben zu sym­bo­li­sieren, böte sich zum Bei­spiel der Buch­stabe "L" an. Nehmen wir also ein L und setzen eines da­gegen.

Das sähe ungefähr so aus.

Er­gebnis? Das Hoch­laden hat ge­klappt. Aber einen Mo­ment war un­klar, in wel­chen Pfad das Bild hoch­ge­laden werden kann. Das Fa­vicon wurde nicht ausgewählt. Des­halb steht es jetzt hier.

Wir gehen es jetzt größer an und wählen mit einem Blick nach draußen, ein JPG Format, das ver­klei­nert werden soll. Jetzt ver­su­chen wir es hoch­zu­laden in den Ordner Ge­si­ne­bilder. Voila!

Sommerschal

Na? Hat auch funk­tio­niert. Das Bild hat An­fasser und man kann es klein und groß ziehen. Sieht aber ganz schön luftig aus.

Nun wollen wir einen Text um­fliessen lassen. Dazu nehmen wir den Neu­jahrs­wunsch 2010  und laufen Buch­stabe für Buch­stabe drum­herum

Ganz große Pause...

 

Die Schlacht um Unterfriedrichshain

Wohin eine un­ge­liebte Ver­wal­tungs­re­form führen kann, ist in Berlin gut zu be­ob­achten. Die Be­wohner von Kreuz­berg und Fried­richs­hain sind ja für ihren Ei­gen­sinn be­kannt, mögli­cher­weise die Kreuz­berger etwas mehr - doch der Reihe nach.

 

Parabel über moralische Skrupel

A. be­sitzt seit zwei Jahren eine jener neu­mo­di­schen Kaf­fee­ma­schinen, die das Heißgetränk mit­tels tee­beu­tel­ar­tiger "Pads" be­reiten. Der Her­steller der Ma­schine emp­fiehlt, das Gerät einmal im Quartal zu ent­kalken - was die Freundin verabsäumt.

Eines Tages erfährt sie aus der Presse, dass der Her­steller et­liche seiner Geräte auf­grund eines Pro­duk­ti­ons­feh­lers zurück­ruft. Der Fehler soll in Ein­zelfällen zu einer Ex­plo­sion der Ma­schine führen können. A. ver­si­chert sich an­hand der Se­ri­en­nummer vor­erst nur der Be­rech­ti­gung, ihr Gerät zwecks Re­pa­ratur oder Er­satz dem Her­steller ein­zu­senden. Dann ge­schieht nichts. Mo­nate später ver­sagt der Kaf­fee­au­tomat tatsäch­lich seinen Dienst. Zu ver­muten ist: auf­grund der un­ter­las­senen Ent­kal­kung. Nun erst for­dert A. beim Her­steller Un­ter­lagen und Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­lien zu der fast schon ver­ges­senen Rück­ru­fak­tion an.


Post­wen­dend erhält sie vom Her­steller eine hoch­wer­tige Ver­pa­ckungs­ein­heit, der über­dies ein halbes Pfund Pre­mium-Kaffee bei­liegt. Doch statt die de­fekte Ma­schine tatsäch­lich ein­zu­senden, plagt A. über na­hezu zwei Wo­chen ein schlechtes Ge­wissen. Zwar ist sie ob­jektiv be­rech­tigt, ihr Gerät um­zut­au­schen. Doch dass es nicht mehr funk­tio­niert, ist höchst­wahr­schein­lich ihr Fehler. Nicht der des Her­stel­lers. Zur Ent­las­tung von ihren mo­ra­li­schen Skru­peln ver­sucht sie mehr­mals, die Kaf­fee­ma­schine zu ent­kalken. Doch alle Ver­suche, den Schaden zu be­heben, miss­lingen.

Ein we­niger skrupulöser Freund er­teilt ihr fol­genden Rat: das Gerät oberfläch­lich zu rei­nigen, ein­zu­schi­cken - und darauf zu setzen, dass der Her­steller das im Handel zwar recht teure, in der Her­stel­lung aber ge­wiss spott­bil­lige Gerät un­be­sehen gegen ein neues aus­tau­schen werde. Jedes an­dere Ver­fahren be­laste ihn mit un­verhält­nismäßigen Kosten. So käme A. trotz man­gelnder ei­gener Sorg­falt schnell und ohne fi­nan­zi­ellen Auf­wand an eine neue Kaf­fee­ma­schine.

Dieser in der Sache ver­mut­lich zu­tref­fend begründete, mo­ra­lisch aber du­biose Rat öffnet A. die Augen. Sie wird das funk­ti­onsunfähige Altgerät um­welt­ge­recht ent­sorgen und eine neue Ma­schine kaufen. Mit einem Schlag enden die Ge­wis­sens­qualen.

Ein kei­nes­wegs beiläufiger Fall taug­li­cher All­tag­sethik: Ver­ant­wor­tung für ei­genes Han­deln - oder Un­ter­lassen - zu über­nehmen, statt dessen Folgen auf Dritte abzuwälzen. Selbst dann, wenn die Umstände dies in jedem Sinne ge­statten würden.

(el)

 

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Kommentare

  • Der hat im Herbst 2008 als Debütant in Deutschland...
  • Danke für den Tipp, Tiniaden. Nie von diesem Autor...
  • Joachim Kaiser nannte die Haskil, die ab ihrer Pub...

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